Wissen, das in der Geschichte steckt – nicht daneben
Wir möchten Kindern etwas mitgeben. Aber nicht, indem wir sie belehren. Sondern indem eine Figur, die sie mögen, vor einem Problem steht, das sie kennen – und einen Weg findet, den sie sich merken.
Kinder lernen nicht, weil jemand beschlossen hat, dass sie jetzt etwas lernen sollen. Sie lernen, weil sie etwas wissen wollen. Unsere Aufgabe als Verlag ist es, diesen Moment herzustellen – und dann aus dem Weg zu gehen.
Sechs Regeln, an die wir uns halten
„Pädagogisch wertvoll“ wird oft behauptet und selten erklärt. Hier steht, was wir konkret darunter verstehen.
Die Geschichte führt
Das Lernziel kommt nie als Aufgabe daher, sondern als etwas, das die Figur gerade braucht. Anton sieht durch den Helm, dass der Wütende traurig ist – das ist keine Lektion über Gefühle, das ist die Handlung.
Kinder lösen es selbst
In unseren Geschichten greifen Erwachsene nicht rettend ein. Auch die Held:innen lösen nichts für andere: „Anton hilft ihnen nur zu sehen, was wirklich da ist. Den Weg gehen sie selbst.“
Kein Zeigefinger, keine Moral
Auf der letzten Seite steht nie, was das Kind jetzt gelernt haben soll. Ein Buch, das mit einer offenen Frage endet, wirkt länger als eines mit einer Moral.
Erst hinsehen, dann handeln
Elena zaubert erst, wenn sie hingesehen, verstanden und zugehört hat. Das ist die Grundbewegung aller unserer Bücher – und das Gegenteil von schneller Problemlösung.
Wiederholung ist erlaubt
Jedes Buch hat ein festes Ritual: einen Zauberspruch, einen Satz am Ende, einen Refrain. Kinder sprechen ihn ab dem zweiten Abend mit. Wiederholung ist kein Mangel an Ideen, sondern das Prinzip.
Keine Belohnungslogik
Weder im Buch noch in der digitalen Welt gibt es Sterne, Abzeichen oder Ranglisten. Wer fertig ist, hat etwas erlebt – nicht etwas gewonnen.
Wie das in den Büchern aussieht
-
Elena: Zuhören vor Zaubern
Der Zauberstab wirkt erst, wenn Elena verstanden hat, was hinter dem Wunsch steckt. Kinder lernen dabei nichts über Feen – sie lernen, dass man erst fragt und dann hilft.
-
Anton: Hinsehen statt kämpfen
Das Schwert schneidet kein Wesen, nur Knoten. Der Umhang macht ruhig, wer darunterkommt. Die Ausrüstung selbst ist das pädagogische Argument – ohne dass es ausgesprochen wird.
-
Die Wuselwichte: Gefühle bekommen Namen
Für die Jüngsten. Jede Geschichte nimmt sich ein großes Gefühl vor und gibt ihm einen Namen, bevor sie es kleiner macht. Benennen ist der erste Schritt zur Bewältigung.
Für Kindergarten, Volksschule und Bibliothek
Zu jedem Titel schreiben wir offen auf, welches Thema er behandelt und welche Bildungsbereiche berührt werden – ohne Marketing-Sprech. Dazu gibt es offene Gesprächsfragen als Kopiervorlage: keine Quizfragen mit richtigen Antworten, sondern Einstiege zum Weiterreden.
- Themenübersicht und Altersempfehlung je Titel
- Gesprächsfragen als Kopiervorlage
- Malvorlagen als Sammel-PDF für Gruppen
- Fachlicher Gegenblick aus Elementarpädagogik und Volksschule vor der Produktion
Fragen zum Ansatz?
Wenn Sie in einer Einrichtung arbeiten und wissen möchten, ob ein Titel zu Ihrer Gruppe passt: schreiben Sie uns, wir antworten ausführlich.